Biologie, Vorkommen, Erreger, Symptome
Insektenstiche sind in unseren Breiten eher lästig als gefährlich. Die Folgen des Stiches - Juckreiz, Schwellung und Rötung - verschwinden meist nach kurzer Zeit. Selten kommt es zur Übertragung von Krankheitserregern. Allerdings nehmen die allergischen Reaktionen nach Insektenstichen weiter zu.
Schlimmere Folgen kann ein Stich dagegen in tropischen und subtropischen Gebieten der Erde haben, denn dort übertragen die Mücken zum Teil außerordentlich gefährliche Krankheitserreger. Dieser Umstand wird von Fernreisenden leider viel zu wenig beachtet: Nur jeder 10. Urlauber ist ausreichend über die Gefahren informiert und kann damit die entsprechenden Schutzmaßnahmen ergreifen. Zahlen verdeutlichen das Problem in besonderem Maße: jährlich erkranken in Deutschland ca. 1000 Tropen- und Subtropen-Reisende an Malaria und ca. 4000 am Dengue-Fieber

Weltweit unterscheiden wir rund 3.000 Stechmückenarten, allein in Deutschland sind es ca. 40.

  • Sie bevorzugen Feuchtgebiete und stehende Gewässer aller Art, denn sie legen ihre Eier (ca. 200-400) auf der Wasseroberfläche ab. Die Entwicklung vom Ei zur Larve erfolgt in ca. 2-3 Wochen und nach einer Puppenruhe von ca. 2-4 Tagen erfolgt die Entwicklung zum ausgewachsenen Tier.
  • Tagsüber halten sie sich meist an schattigen, feuchten Orten versteckt. In der Dämmerung und nachts, an feuchtwarmen Tagen schon nachmittags, werden sie aktiv.
  • Nur die Weibchen stechen, denn sie benötigen das Blut als Eiweißquelle für die Eiproduktion.
    Die Tiere sondern beim Stechen Speichel ab, dessen Inhaltsstoffe die schnelle Blutgerinnung verhindern. Mit diesem Speichel werden dann auch ggf. die verschiedenen Krankheitserreger auf das „Opfer" übertragen.



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