Die Freude an der Schönheit unberührter Natur ist heute im Bewusstsein der Menschen fester verankert als je zuvor.
Groß und Klein freuen sich auf die schönsten Tage im Jahr: den Urlaub mit Wandern, Campen, Spielen und anderen Freizeitaktivitäten. Man ist glücklich, den Anspannungen der täglichen Arbeit, in Beruf, Haushalt oder Schule für ein paar Tage oder Wochen zu entrinnen. Hinaus in die Ferne lautet die Parole! Und wer kennt nicht das befreiende Gefühl der Erholung bei schönem Wetter im Grünen!
Doch ganz so sorglos kann man heute die Freizeit in der Natur nicht mehr genießen, denn schnell kann die Freude durch unerwartete Gefahren getrübt werden.
Hierfür sorgen Stechmücken, Zecken, Grasmilben, Bremsen und andere Insekten, die in Wald und Wiese, im eigenen Garten oder sogar an buschigen Autobahnparkplätzen auf ihre Opfer lauern.
Krankheiten durch Stechmücken
Krankheiten durch Zecken
Reisedurchfälle
Montezumas Rache trifft fast jeden zweiten Tropenurlauber. Die meisten Reisedurchfälle entstehen durch den Genuss infizierter Speisen oder durch nicht abgekochtes Wasser. Vor allem auf ungekochten Lebensmitteln können sich Krankheitserreger in großer Zahl befinden.
Wer in die Tropen reist, sollte beim Essen und Trinken deshalb vorsichtig sein, denn die z.T. sehr heftigen Durchfallattacken können den Urlaub zumindest für einige Tage komplett vermiesen.
Koch es, schäl es oder vergiss es - so lautet der kleine Knigge für die Tropen. In der Praxis halten sich leider nur die wenigsten Touristen wirklich an diese Faustregel, zumal man in modernen Touristikzentren schnell vergisst, dass nicht überall hygienisch einwandfreie Zustände herrschen.
Diese einfachen Regeln helfen, die Häufigkeit von Reisedurchfällen zu verringern.
Keine frischen Salate und kein ungeschältes Obst. Schälen Sie Ihr Obst eigenhändig!
Kein rohes Fleisch, kein roher Fisch und keine rohen Schalentiere
Keine Rohmilch oder Produkte aus Rohmilch
Keine Majonäsen
Kein Eis
Essen Sie nicht bei Straßenverkäufern oder in unzuverlässigen Gaststätten. Ausnahme: die Speisen werden vor ihren Augen frisch zubereitet, also gekocht oder gegrillt.
Kein Leitungswasser. Trinkwasser können Sie durch 5 Minuten sprudelndes Kochen entkeimen.
Benutzen Sie auch beim Zähneputzen nur abgekochtes Leitungswasser oder Mineralwasser.
Trinken Sie keine Getränke mit Eiswürfeln. Sie können aus Leitungswasser hergestellt sein.
Vorsicht bei Suppen und Fruchtsäften. Sie sind möglicherweise mit Leitungswasser gestreckt.
Falls es Sie doch erwischt, hilft eine Diät aus Zwieback, Keksen und leicht gesüßtem Tee. Um den Flüssigkeits- und Mineralverlust auszugleichen, sind Elektrolytlösungen geeignet.
Als Alternative können Sie in einem Liter Tee einen Teelöffel Salz und 10 Teelöffel Zucker auflösen. Durchfälle mit Fieber sowie lang andauernde oder sogar blutige und eitrige Durchfälle müssen ärztlich behandelt werden. Erkranken Kleinkinder oder Säuglinge, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Neben einer Diarrhöe können durch verunreinigte Lebensmittel die Shigellenruhr, die Amöbenruhr, Wurmerkrankungen, Typhus, Paratyphus, Cholera und Hepatitis A übertragen werden. Gegen Hepatitis A und Typhus können Sie sich impfen lassen.
Aufgepasst beim Badespaß
Gefahren beim Baden und Barfußlaufen
Schlangen, Skorpione und Spinnen - vielen läuft schon beim bloßen Gedanken daran eine Gänsehaut über den Rücken.
Instinktiv schrecken wir vor ihnen zurück. Doch wie groß ist die Gefahr wirklich? Während ein Schlangenbiss selbst in den Tropen eher selten ist, kommt es in Ägypten immerhin jedes Jahr zu rund 30.000 Zwischenfällen mit Skorpionen. Und von den mehr als 35.000 bekannten Spinnenarten sind nur knapp 50 für den Menschen wirklich gefährlich.
Sowohl Schlangen als auch Skorpione und Spinnen beißen bzw. stechen gewöhnlich nur dann, wenn sie berührt werden oder sich bedroht fühlen. Man sollte daher seine Kleider und Schuhe kräftig ausschütteln, bevor man sie anzieht. Spinnen verstecken sich häufig auch in dunklen Ecken z.B. in der Toilette unter der Brille. Draußen im Gelände schützt meist schon festes Schuhwerk vor Skorpionen und Schlangen. Spielende Kinder sind jedoch gefährdet.
Gefährliche Bisse durch Giftschlangen und Giftspinnen sowie Skorpionstiche müssen durch Antiseren behandelt werden. Sie sollten daher umgehend einen Arzt aufsuchen.
Während wir uns vor Schlangen und Krabbeltieren instinktiv in Acht nehmen, wird die Gefahr durch giftige Meerestiere häufig unterschätzt. Taucher und Schwimmer sollten sich vor Quallen, Seeanemonen, Korallen, Schnecken, Tintenfischen, Seeigeln, Seewalzen und Seesternen in Acht nehmen. Man sollte diese Tiere nicht berühren und auch nicht in Felsspalten hineingreifen. Schmerzhafte Verletzungen entstehen, wenn man barfuß auf einen Seeigel tritt und die abbrechenden Stacheln in die Haut eindringen. An tropischen Stränden ist daher das Tragen von Badesandalen mit fester Sohle empfehlenswert.
Im tropischen Afrika und Amerika sind Sandflöhe weit verbreitet, die in die Haut von Menschen eindringen und dort heranwachsen, bis sie etwa erbsengroß sind.
Besonders problematisch ist das Baden im Süßwasser in tropischen Ländern. Weit verbreitet ist z.B. die Bilharziose (Schistosomiasis), eine parasitäre Erkrankung durch Pärchenegel, die die Leber und andere Organe des Menschen befallen. Da die Erkrankung schleichend fortschreitet, wird sie nicht immer sofort erkannt. Reisende sollten sich daher in Süßwassergebieten vor Ort über das Risiko informieren und den Kontakt mit Süßwasser möglichst meiden. Wer dennoch in einem gefährdeten Gebiet mit Süßwasser in Berührung gekommen ist, sollte nach der Rückkehr Urin, Stuhl und Blut durch Tropenmediziner untersuchen lassen.
Alle diese Informationen können nicht die Reisemedizinische Beratung ersetzen. Fragen Sie auf jeden Fall rechtzeitig vor Reiseantritt Ihren Arzt oder Apotheker.
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